Die Kompetenzaufgabe, auf der eine Unterrichtseinheit basiert, sollte eine reale Herausforderung widerspiegeln, die es den Lernenden ermöglicht, sich auf eine Situation vorzubereiten, die später in ihrem Leben innerhalb oder außerhalb der Schule auftreten könnte. Hierfür eignen sich vor allem die Planung von Reisen bzw. Austauschen mit Partnerschulen oder Ideen für Wettbewerbe, da sie Interesse für das Thema wecken, realistische Szenarien darstellen und so die Motivation der Lernenden steigern. Wettbewerbe kann man zum Beispiel im Internet finden, außerdem kann das eigene Schulprogramm gute Ansätze bieten. Kontexte für solche schulbezogenen Aufgaben sind Ereignisse oder Probleme, die ihren Ursprung in der eigenen Schule haben. Solche Szenarien bilden den Rahmen und die Legitimation der Unterrichtseinheit. Beide Ausgangsszenarien bieten am Ende die Möglichkeit, dass die Ergebnisse in Präsentationen in der Schule oder vor einer Jury gezeigt werden. Dadurch wird die Arbeit der Lernenden wertgeschätzt, und sie erhalten einen Anreiz, etwas Sinnvolles zu schaffen. Dies führt in der Regel dazu, dass die Lernenden gründlicher an dem Produkt arbeiten.
Die Aufgabe selbst muss so gestaltet sein, dass sie sich klar auf eine Hauptkompetenz konzentriert. Bei der Arbeit mit dem OraCycle sollten Hören und Sprechen im Vordergrund stehen. Gleichzeitig werden komplexe Fähigkeiten wie andere sprachliche Kompetenzen, Problemlösung und kulturelle Kompetenzen integriert. Das Zielprodukt muss klar definiert sein, damit die Lernenden wissen, wann sie dieses Ziel erreicht haben, aber der Weg dorthin muss flexibel sein und individuelle Lernwege und Fortschritte ermöglichen.