Ablauf und wichtige Aspekte
Die Prüfung sollte so gestaltet sein, dass die Prüflinge keine großen Überraschungen erleben, sondern nur neue Spezifika erhalten. Im Grunde ist die Prüfung eine Wiederholung dessen, was die Lernenden im Unterricht bereits regelmäßig getan haben: die Präsentation von Ideen und das Aushandeln einer gemeinsamen Produktidee basierend auf den gemeinsam erarbeiteten Kriterien.
Dennoch sollte die Prüfungsaufgabe folgende Aspekte enthalten:
Es ist wichtige den Prüflingen mitzuteilen, wie die Situation aussieht (da dies die Adressaten und damit den angemessenen Sprachstil definiert), wie der Input aussehen wird (um das Zuhören und die Informationen zu planen, die identifiziert und/oder analysiert und notiert werden müssen) und wie das Ergebnis aussehen soll (welche Eigenschaften muss unser Produkt haben, wenn und wo unterscheidet es sich von dem, was wir bisher im Unterricht gemacht haben) in groben Zügen, da die genauen Kriterien für die Erfüllung der Prüfungsaufgabe gemeinsam mit den Lernenden im Unterricht erarbeitet und in Feedback-Schleifen geübt wurden, sodass eine differenzierte Darstellung einzelner Aspekte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erforderlich ist.
Idealerweise gibt die Lehrkraft zu Beginn der Prüfung einen Impuls, z. B.: Ihr wisst, dass wir heute unser xy planen, ihr habt jetzt eine halbe Stunde Zeit, um euch gegenseitig eure Ideen zu präsentieren und gemeinsam einen Plan zu erstellen. Ich bin gespannt, welche großartigen Ideen ihr euch einfallen lasst. Danach findet die Prüfung ohne Eingreifen der Lehrerkraft statt, da die Abläufe nicht nur vertraut, sondern auch völlig selbstverständlich sind. Die Lernenden arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, das Zielprodukt, welches sie im Nachgang der Prüfung z.B. einer potenziellen Jury oder Zielgruppe präsentieren könnten.
Die vollständige Prüfungsaufgabe sollte den Prüflingen dennoch über die ganze Prüfung hinweg schriftlich zur Verfügung stehen.
Hinweis zur Vorbereitungszeit:
Die Prüfung kann eine Vorbereitungszeit enthalten, in der die Prüflinge sich individuell mit angemessen komplexeren Ausgangstexte beschäftigen. Idealerweise bieten sich hier auditive Ausgangstexte an, um dem Gedanken der Mündlichkeit angemessen Rechnung zu tragen. Wenn es keine Möglichkeit gibt eine Vorbereitungszeit einzuräumen, kann ein kleiner Teil der Prüfungszeit genutzt werden, damit die Prüflinge sich Gedanken bzw. Notizen machen können.
Hinweis zur Sitzordnung:
Stellen Sie für die Prüfung die Tische der Prüflinge in der Mitte des Raumes zusammen, sodass alle gemeinsam auf das bereitgestellte Material zugreifen und damit arbeiten können. Platzieren Sie die Plätze für die Prüfenden möglichst außerhalb des Sichtfeldes der Prüflinge und bleiben Sie während der Prüfung unauffällig. Es sollte nicht nötig sein in die Prüfung einzugreifen. Die Erfahrung zeigt, dass nur eine Erinnerung gegen Ende, wie „you should come to an end“ oder ähnliches ausreicht und man sich sonst vollständig mit der Bewertung beschäftigen kann.