Semi­nar “Fos­te­ring and Asses­sing Ora­cy” im M.Ed./Fachdidaktik Eng­lisch

Eige­ne Unter­richts­kon­zep­te zur För­de­rung und Beur­tei­lung von Münd­lich­keits­kom­pe­tenz in einem agi­len Set­ting ent­wer­fen

Der Ora­Cy­cle dient nicht nur der För­de­rung von Münd­lich­keits­kom­pe­tenz im schu­li­schen Fremd­spra­chen­un­ter­richt, er ist auch Gegen­stand eines belieb­ten Block­se­mi­nars im Mas­ter of Edu­ca­ti­on. Bis­lang wur­de die­ses Semi­nar an der Uni­ver­si­tät Müns­ter von Phil­ipp Siep­mann ange­bo­ten. Mit sei­ner Über­nah­me der Pro­fes­sur für Didak­tik des Eng­li­schen an der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver wird es im Win­ter­se­mes­ter 2025/26 erst­mals auch hier durch­ge­führt, ein­mal als wöchent­li­che Ver­an­stal­tung und ein­mal als Block­se­mi­nar.

Ziel des Kur­ses ist es, mit­tels des Ora­Cy­cle in Arbeits­grup­pen ein voll­stän­di­ges Unter­richts­kon­zept zu ent­wer­fen — von den Lern­zie­len über die kom­ple­xe Kom­pe­tenz­auf­ga­be bis zur münd­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­prü­fung. Die Ergeb­nis­se wer­den von den Grup­pen am letz­ten Block­tag vor­ge­stellt und schließ­lich mit allen auf einer Online-Platt­form (z.B. Pad­let) geteilt. So gehen alle Teil­neh­men­den mit einem Kof­fer vol­ler Ideen zur För­de­rung von Münd­lich­keits­kom­pe­tenz vom Über­gang zwi­schen Pri­mar- und Sekun­dar­stu­fe bis zum Abitur ins Refe­ren­da­ri­at.

Ein beson­de­rer Clou des Kur­ses: Lehr­kräf­te aus ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern, die der­zeit münd­li­che Prü­fungs­for­ma­te ein­füh­ren oder bereits eta­bliert haben (bis­lang: NRW, Ham­burg, Sach­sen-Anhalt) wer­den regel­mä­ßig ein­ge­la­den, Auf­trä­ge aus­zu­schrei­ben (u.a. Unter­richts­kon­zept für eine U‑Reihe und münd­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­prü­fung zum The­ma ‘going green’ in einer 8. Klas­se am Gym­na­si­um). Die Stu­die­ren­den kön­nen die­se Auf­trä­ge über­neh­men. Zur fina­len Prä­sen­ta­ti­on kön­nen sich die Lehr­kräf­te per Video­kon­fer­nenz dazu­schal­ten. In man­chen Fäl­len haben sich hier­aus span­nen­de Mas­ter­ar­beits-Pro­jek­te erge­ben, bei denen die betei­lig­ten Lehr­kräf­te die von den Stu­die­ren­den ent­wi­ckel­ten Rei­hen unter­rich­tet haben, und die Stu­die­ren­den Aspek­te der För­de­rung und Beur­tei­lung von Münd­lich­keits­kom­pe­tenz erfor­schen konn­ten.

Das Semi­nar folgt metho­disch agi­len Lern­for­men (z.B. edu­s­crum). Die Block­ta­ge fol­gen dabei einem fes­ten Rhyt­mus aus gemein­sa­mer Sprint-Pla­nung (Ziel­set­zung für den Tag, Zutei­lung der Auf­ga­ben, etc.), Durch­füh­rung, und Retro­spek­ti­ve. Orga­ni­siert wird der Arbeits­pro­zess über das so genann­te Flap (sie­he Abbil­dung links). So ler­nen die Stu­die­ren­den eine moder­ne Form der Unter­richts­or­ga­ni­sa­ti­on ken­nen.