Selb­stän­di­ge Kon­struk­ti­on

Pha­se 4 – Selb­stän­di­ge Kon­struk­ti­on

In der letz­ten Pha­se haben die Ler­nen­den bereits ein gutes Gefühl für das Gen­re und das The­ma ent­wi­ckelt und kön­nen ihre Sprach­kennt­nis­se ein­set­zen, um das The­ma und das End­pro­dukt aus­zu­ar­bei­ten und zu dis­ku­tie­ren. Auch hier kön­nen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Gerüst nut­zen, das sie bei der Arbeit mit dem Modell­text erwor­ben haben, sie müs­sen es aber nicht (mehr).

Je nach­dem, ob die Prü­fun­gen bereits statt­ge­fun­den haben oder nicht unter­schei­det sich die­se Pha­se leicht.

Die Ler­nen­den kön­nen nun z.B. Ein­zel­pro­duk­te erstel­len und fina­li­sie­ren oder gemein­sam ein Pro­dukt erstel­len, wel­ches in der Prü­fung geplant wur­de. Die Pha­se soll­te den Ler­nen­den die Mög­lich­keit geben ihre eige­nen Ideen ein­zu­brin­gen und sich krea­tiv zu ent­fal­ten. Oft ent­ste­hen hier­bei Pro­duk­te, die über das gesetz­te Ziel noch her­aus­ge­hen. Ermu­ti­gen Sie die Ler­nen­den an ihren gesetz­ten Zie­len wei­ter­zu­ar­bei­ten und hel­fen Sie den ein­zel­nen Ler­nen­den mit indi­vi­du­el­ler Unter­stüt­zung.

Egal, wofür Sie sich ent­schei­den, am Ende ste­hen aber immer die Prä­sen­ta­ti­on und die Wür­di­gung des Erar­bei­te­ten im Vor­der­grund. Orga­ni­sie­ren Sie ein Event in der Klas­se oder eine Prä­sen­ta­ti­on auf einer Web­site oder las­sen Sie orga­ni­sie­ren. Die Ler­nen­den kön­nen gemein­sam etwas pla­nen und soll­ten die­se neu erwor­be­nen Kennt­nis­se auch auf neue Zusam­men­hän­ge über­tra­gen kön­nen. 

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist die Retro­spek­ti­ve, die es den Ler­nen­den ermög­licht, ihre indi­vi­du­el­len Fort­schrit­te zu bewer­ten und neue Zie­le für ihr zukünf­ti­ges Ler­nen zu set­zen. Daher soll­ten Sie am Ende der Rei­he den Lern­fort­schritt doku­men­tie­ren und gemein­sam mit den Ler­nen­den Zie­le für die Klas­se oder den Kurs aber auch für den oder die ein­zel­ne fest­le­gen. 

Die inhalt­li­chen Zie­le die­ser Pha­se lie­gen wie­der in der Anwen­dung des Gelern­ten. Gege­be­nen­falls erwei­tern die Ler­nen­den hier noch ein­mal ihr the­ma­ti­sches Wis­sen um Aspek­te, die sie eigen­stän­dig für ihr Pro­dukt recher­chie­ren.

Sprach­li­che Zie­le soll­ten in der letz­ten Pha­se noch ein­mal die Ver­fei­ne­rung ein­zel­ner indi­vi­du­el­ler Aspek­te sein. Bie­ten Sie sprach­li­che Mit­tel zum Feed­back und zur Selbst­re­flek­ti­on an. Hier eige­nen sich vor allem dif­fe­ren­zie­ren­de Adjek­ti­ve und der Kon­junk­tiv, um Höf­lich­keit aus­zu­drü­cken. Auch das Zuhö­ren spielt noch ein­mal eine gro­ße Rol­le, da es die Grund­la­ge des Feed­backs bil­det, wel­ches die Ler­nen­den sich gegen­sei­tig geben.

Als kom­mu­ni­ka­ti­ves Ziel ste­hen in die­ser Pha­se vor allem ein höf­li­cher Umgang und das Aus­drü­cken der eige­nen Mei­nung. Es bie­tet sich an hier auch in leis­tungs­stär­ke­ren Grup­pen über den Ein­satz von Stim­me und non- sowie para­ver­ba­len Ele­men­ten zu spre­chen um die eige­ne Mei­nung zu unter­strei­chen.

Den­ken Sie dar­an, dass all die­se Zie­le in die Bewer­tung der gemein­sa­men Auf­ga­be und der Prü­fung ein­flie­ßen wer­den und des­halb den Ler­nen­den trans­pa­rent gemacht wer­den müs­sen.

Leit­fra­gen für die Pla­nung der ers­ten Pha­se kön­nen sein:

  • Was brau­chen die Ler­nen­den noch an Unter­stüt­zung, um das Pro­dukt ange­mes­sen zu gestal­ten? 
  • Wie wer­den die Kri­te­ri­en umge­setzt?
  • Wie wird das Pro­dukt zur Ver­fü­gung gestellt/gewürdigt? (Prä­sen­ta­ti­ons­form)
  • Wie wird das Pro­dukt bewer­tet (Eva­lua­ti­on)?
  • Wel­che (indi­vi­du­el­len) Bedar­fe bestehen in der Wei­ter­ar­beit?